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Kriminalität im Kontext der Zuwanderung
Baden-Württemberg verzeichnet einen spürbaren Rückgang der Zuwanderung. Auch die Zahl der Straftaten von Asylbewerberinnen und Asylbewerbern sowie Geflüchteten sinkt deutlich um 15,9 Prozent. Verantwortlich für diesen Rückgang sind sinkende Fallzahlen in mehreren Deliktsbereichen, insbesondere bei Verstößen gegen das Ausländerrecht mit 14,4 Prozent, beim Erschleichen von Leistungen mit 33,7 Prozent, beim Ladendiebstahl mit 18,1 Prozent und bei den Körperverletzungsdelikten mit 15,5 Prozent.
Asylbewerberinnen und Asylbewerber sowie Geflüchtete
Nach den bundeseinheitlichen Richtlinien für die Führung der Polizeilichen Kriminalstatistik gilt eine Person als Asylbewerberin, Asylbewerber oder Geflüchtete beziehungsweise Geflüchteter, wenn sie mit dem Aufenthaltsanlass „Asylbewerber“, „unerlaubter Aufenthalt“, „Kontingentflüchtling“ (bis 31. Dezember 2017), „Schutz- und Asylberechtigter, Kontingentflüchtling“ (ab 1. Januar 2018) oder „Duldung“ registriert wurde.
Rückgang bei der Allgemeinkriminalität
Asylbewerberinnen, Asylbewerber und Geflüchtete sind bei etwa jeder zehnten aller aufgeklärten Straftaten ohne ausländerrechtliche Verstöße tatverdächtig. In der Allgemeinkriminalität dominieren syrische und ukrainische Asylsuchende und Geflüchtete, gefolgt von afghanischen, algerischen und türkischen Tatverdächtigen. Rückgänge gegenüber dem Vorjahr zeigen sich vor allem bei Personen aus Syrien und Afghanistan, was insbesondere auf geringere Fallzahlen im Bereich der betrügerisch erschlichenen Leistungen zurückzuführen ist.
Die Opferzahlen unter Asylbewerberinnen, Asylbewerbern und Geflüchteten sind um 16,4 Prozent gesunken. Drei Viertel werden Opfer von Körperverletzungsdelikten, 13,9 Prozent von Bedrohungen. Die meisten Betroffenen stammen aus Syrien und der Ukraine.
Verstöße gegen das Ausländerrecht
Die illegale Migration nach Europa nimmt im Jahr 2025 deutlich ab*. Deutschland ist nicht mehr das Hauptzielland für unerlaubt einreisende Personen. Sowohl Frankreich als auch Spanien und Italien verzeichnen in diesem Jahr mehr Asylanträge als Deutschland. Die zentrale Mittelmeerroute bleibt die am häufigsten genutzte Flüchtlingsroute nach Europa. Sie führt von Nordafrika nach Südeuropa und betrifft hauptsächlich Libyen, Tunesien und Algerien. Von dort aus gelangen Flüchtende nach Italien oder Malta. Anschließend setzen sie ihre Reise mit Bus, Bahn oder Fahrzeug auch nach Deutschland fort. Die zunehmenden Maßnahmen zur Bekämpfung der illegalen Migration in vielen EU-Ländern wirken sich unmittelbar auf die Flüchtlingszahlen aus.
Die von Landes- und Bundespolizei festgestellten Schleusungsdelikte in Baden-Württemberg steigen um 6,5 Prozent von 371 auf 395 Fälle.
* Quelle: Eurostat